Harter Lockdown in Simbabwe

Nachdem sich die Corona-Infektionen innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt haben, verhängten die Behörden erneut eine strengen Lockdown, darunter eine Ausgangssperre von 18:30 bis 6:00 Uhr. Besonders hart betroffen sind die Beschäftigen im informellen Sektor, die Straßenhändler und Verkäufer, die auf das tägliche Einkommen verkaufter Waren angewiesen sind. Für sie gibt es keine soziale Absicherung oder staatliche Unterstützung. Ein Mitarbeiter von Brot für die Welt geht davon aus, dass sich seit Corona die Ernährungssituation weiter verschlechtert hat. Nach Aussagen von internationalen Organisationen besitzt nur die Hälfte der Bevölkerung eine gesicherte Ernährung.

Ein Hoffnungsschimmer ist, dass das Land (ca. 15 Mio. Einwohner*innen) vor wenigen Wochen eine halbe Million Impfdosen Sinopharm erhalten hat, die aus China gekauft wurden – weitere Millionen von Impfstoffen sollen bis August folgen. Finanzminister Mthuli Ncube teilte vergangenen Monat mit: „Wir werden keinen Mangel haben. Wir sind auf dem Weg zur Herdenimmunität und wir werden es schaffen.“ (Quelle: voanews)

Covid-19-Info Masvingo / Simbabwe (24.07.2021)
7.320 / 97.277 Infizierte
5.109 / 64.628 Genesene
106 / 3.050 Verstorbene

Impfungen
1.438.890 Erste Dosis
677.774 Zweite Dosis

(Quelle: Ministerium für Gesundheit und Kinderbetreuung Zimbabwe)


Vom Ausbleiben der Touristen sind Souvenir-Händler und Kunst-Handwerker ganz besonders betroffen
(Foto: Pöttinger-Reisen)