Tsitsi Dangarembga nach Gerichtsverhandlung in Simbabwe freigesprochen

Die 64-jährige Autorin und Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2021 wurde vergangene Woche beim Obersten Gerichtshof in Simbabwe in zweiter Instanz freigesprochen. Wegen Aufruhr zur Gewalt, Friedensbruch und Bigotterie war Dangarembga zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und einer Strafe von 70.000 ZIM-Dollar (ca. 175 Euro) verurteilt worden. Freigesprochen wurde auch die gleichfalls verurteilte Journalistin Julie Barnes.

Der Richter des Obersten Gerichtshofes, Happious Zhou entschied, die Plakate, die Dangarembga und Barnes während einer Demonstration getragen hätten, seien weder obszön noch beleidigend, missbräuchlich oder bedrohlich gewesen. Das Urteil in erster Instanz, des Antikorruptionsgerichtshofs in Harare, das direkt Präsident Emerson Mnangagwa untersteht, sei fehlerhaft gewesen. Dangarembga und Barnes waren vor knapp drei Jahren auf die Straße gegangen, um für Reformen und gegen Korruption zu demonstrieren. Beide erschienen Dutzende Male vor Gericht, dabei ging es um Themen mit denen sich Dangarembga seit Jahrzehnten in Büchern und Filmen beschäftigt, um Diskriminierung, Menschenrechte, Verfolgung und Korruption. Mit dem Urteil wird die Hoffnung verbunden, dass der Oberste Gerichtshof in Simbabwe nicht nur prominente Bürger*innen bei der Ausübung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung schützt.

Der Kernen-Masvingo-Gesellschaft ist Tsitsi Dangarembga in bleibender Erinnerung, fand doch unmittelbar nach der Preisverleihung im gefüllten Saal des Bürgerhauses Kernen eine vielbeachtete Buchlesung statt.

Eröffnung der Kunst-Ausstellung mit Werken der Malerin Nonhlanhla Mathe aus Simbabwe

Am Freitag, 12. Mai 2023 um 18:00 Uhr wird die Kunst-Ausstellung in der Herz Jesu Kirche in Rommelshausen eröffnet. Nonhlanhla Mathe, geboren 1973, ist die derzeit bekannteste Malerin Simbabwes und mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht das Leben von Frauen, den Rollenbildern und Erwartungen in der heutigen afrikanischen Kultur. „Ich möchte selbstbewusste Frauen darstellen. Deutlich ist aber auch, dass ohne engen Zusammenhalt der Frauen untereinander das schwierige Leben kaum gelingen kann“, sagt die Künstlerin.

Mathe lebt in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes und arbeitet in einem Studio der National Galerie. Ihre Bilder in Acryl auf Leinwand erhalten mit einer Paste aus Mais- und Gesteinsmehl eine besondere Lebendigkeit und Haptik – „Sadza-Painting“ ist ihre bevorzugte Maltechnik in Anlehnung an das simbabwische Nationalgericht Sadza. Die ausdrucksstarken Malereien werden begleitet durch Skulpturen von simbabwischen Bildhauern. Eröffnung und Finissage werden umrahmt mit traditioneller Musik von Babra (Marimba) und Sally (Mbira).

Mit dem Reinerlös aus den Verkäufen wird die Künstlerin und auch die Kernen-Masvingo-Gesellschaft unterstützt.

Zwei Frauen von Nonhlanhla Mathe

Einladung zur Ausstellung der Malerin Nonhlanhla Mathe aus Simbabwe

Am Freitag, 12. Mai um 18:00 Uhr startet in der Herz Jesu Kirche in Kernen-Rommelshausen die Ausstellung mit Gemälden der renommierten Künstlerin Nonhlanhla Mathe aus Simbabwe. Unter dem Motto „Ikhotha eyikhothayo” – Frauen in Simbabwe gesehen mit den Augen der Künstlerin werden zahlreiche Werke präsentiert, ergänzt mit Steinskulpturen bekannter simbabwischer Bildhauer.

Die Künstlerin lebt in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt in Simbabwe und wurde 2020 bekannt durch ihr Themenplakat für den weltweit durchgeführten Weltgebetstag der Frauen. Die Einführung erfolgt von Kerstin Hemker (Pfarrerin und Kuratorin), Grußworte sprechen Christian Fleischer (1. Vorsitzender der Kernen-Masvingo-Gesellschaft) und Dr. Reinhold Hemker (Präsident der Deutsch-Simbabwischen-Gesellschaft). Die Ausstellung kann vom 12. bis 25. Mai 2023 besichtigt werden und ist geöffnet am Do./Fr. 16:00–19:00 Uhr und Sa./So. 10:00–15:00 Uhr. An der Finissage, am Do., 25. Mai 2023, ist die Malerin persönlich anwesend – Eröffnung und Finissage werden musikalisch umrahmt von Babra Tender-Gundermann/Marimba und Sally Robert/Mbira.

Zeitgleich findet auch eine Ausstellung der Malerin vom 14. bis 26. Mai 2023 in der Franziskanerkirche Esslingen statt mit der Eröffnung am Sonntag, 14. Mai um 12:00 Uhr und Finissage am Freitag, 26. Mai um 17:00 Uhr. Wir freuen uns, dass in Kernen und Esslingen insgesamt 40 Gemälde und über 50 Steinskulpturen ausgestellt werden und laden Mitglieder, Pateneltern und Freunde*innen der KMG herzlich dazu ein.

Nähere Informationen können unter Mathe_flyer entnommen werden.

Rückblick Jahreshauptversammlung vom 29.03.2023

Vergangenen Mittwoch fand unsere Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Saal 2 statt. Gekommen waren 19 Mitglieder, die von Bürgermeister Benedikt Paulowitsch und dem 1. Vorsitzenden Christian Fleischer freundlich begrüßt wurden. Auf der Tagesordnung standen der Rechenschaftsbericht von Vorstand und Kassiererin, der Bericht über die Patenkinder sowie Neuwahlen. Entlastung und Wahlen wurden in souveräner Weise von unserem Mitglied Jochen Haußmann durchgeführt, der die Arbeit der KMG mit viel Lob bedachte. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig, auch die Kassiererin wurde nach Prüfung der Kasse und auf Empfehlung der Kassenprüfer*in einstimmig entlastet. Ebenfalls einstimmig erfolgte die Wahl von Vorstand, Kasse, Schriftführer und Ausschuss: Christian Fleischer (1. Vorsitzender), Reinhard Urbanke (2. Vorsitzender), Sabine Kaiser (Kasse), Herbert Höfer (Schriftführer) sowie für den Ausschuss Pascal Martin, Achatonga Mugabe, Margret Thumm-Jorge, Sabine Urbanke.

Im Jahr 2023 sind gleich mehrere Veranstaltungen geplant. Vom 12.–25. Mai findet in der Herz Jesu Kirche in Rommelshausen eine Ausstellung mit Gemälden der Künstlerin Nonhlanhla Mathe und Skulpturen aus Simbabwe statt. Im Sommer berichtet Klaus Kopp, ehemaliger Vorsitzender der KMG, in einem Bilder-Vortrag über seine Reise nach Simbabwe.

Auch plant die KMG Unterstützung in Höhe von ca. 1.500,– € für die Reparatur der Brunnen in Sipampi und Mapfumo sowie 10.000,– € zum Bau von Wohnräumen und Toiletten für besonders bedürftige Patenkinder. Auch bedankte sich Christian Fleischer bei allen Mitgliedern, Pateneltern und Freunden der Kernen-Masvingo-Gesellschaft herzlich für die zahlreichen Spenden. Zum guten Schluss berichtete Reinhard Urbanke in einem Vortrag über den Afrikaforscher Karl Mauch aus Stetten, der 1871 unweit von Masvingo die “Great Ruins” entdeckte. Dieser historische Bezug führte 1991 zur Gründung der Kernen-Masvingo-Gesellschaft e. V. durch Franz Miller, Rektor der Karl Mauch Schule und Bürgermeister Günter Haußmann.

Neue Schulbücher in Bondolfi angekommen

Wohl selten erreichte eine Spende so zügig ihre Empfänger, nachdem Mr. Mudzwinga, der Betreuer unserer Patenkinder, den Kostenvoranschlag einreichte. Nunmehr besitzen die rund 80 Schüler*innen eines Jahrgangs einen guten Zugang zu 30 Büchersätzen in allen Fächern und Jahrgangsstufen, von Form 1 bis Form 4.

Aufgrund der schlecht ausgefallenen O-Level-Abschlussprüfungen an der Secondary School in Bondolfi wurde in unserer letzten Ausschuss-Sitzung der Kauf von Schulbüchern in Höhe von 15.000,– € beschlossen. Schnell und unbürokratisch erfolgte die Überweisung für den Auslandszahlungsverkehr über unser eingerichtetes Nostro-Konto. Nur knapp 2 Wochen später halten glückliche Schüler die neuen Schulbücher in den Händen und blättern interessiert durch die Wissensgebiete in Mathematik, Englisch, Shona usw.

Eifrig blättern die Schülerinnen und Schüler in den neuen Schulbüchern

Auch der Schulleiter freut sich über die neuen Bücher

… und erst die Schülerinnen und Schüler

 

Ergebnisse der Abschlussprüfung O-Level im Januar 2023

Aktuell erreichte uns die Mitteilung, dass bei den O-Level-Prüfungen (= Mittlere Reife) an der Secondary School in Bondolfi viele Schüler*innen die Prüfungen wiederholen müssen. Insbesondere in Mathematik haben von 81 Prüflingen nur 9 bestanden, davon 2 unserer Patenkinder. Hauptursache für das schlechte Abschneiden ist die Corona-Pandemie 2020 und Schließung aller Schulen während zweier harter Lockdowns, die über 7 Monate andauerten. In dieser Zeit gab es weder Unterricht noch begleitende Maßnahmen, auch standen Fernunterricht und Schulbücher nicht zur Verfügung. Der Ausfall von Unterrichtsstoff und das Fehlen der Basics machte sich besonders im Fach Mathematik bemerkbar. Umso größer ist die Freude, dass unser ehemaliges Patenkind Tinotenda Putsa, mit guten Noten und Unterstützung seiner Pateneltern seit Januar am Technical College in Masvingo studiert.

Um den Mangel an Lernmaterial beheben zu können, bat Mr. Mudzwinga, der Betreuer unserer Patenkinder, um Unterstützung beim Kauf von Schulbüchern. In unserer Ausschuss-Sitzung vom 23.02.2023 stimmten die Mitglieder einstimmig dem Antrag zu und bewilligten rund 15.000,– € für 30 Klassensätze in allen Fächern und Jahrgangsstufen, von Form 1 bis Form 4. Damit soll sichergestellt werden, dass die rund 80 Schüler*innen eines Jahrgangs einen besseren Zugang zu Schulbüchern erhalten.

Tino im 1. Semester Versorgungstechnik am Technical College

Simbabwe stärkt die Bekämpfung von Cholera

Nach den Cholera-Ausbrüchen 2018 wurden in Simbabwe Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung der Krankheit getroffen. Unter anderem organisierte das Ministerium für Gesundheit und Kinderbetreuung (MoHCC) im Dezember 2022 einen Workshop mit überregionalen Gesundheitsorganisationen, in dem die aktuellen Cholera-Richtlinien auf den Prüfstand kamen und neue Entwicklungen, z. B. bei der Antibiotikaresistenz und bei Impfungen, aufgenommen wurden. „Diese Richtlinien werden sicherstellen, dass Simbabwe sich an internationale Standards und bewährte Verfahren zur Bekämpfung von Cholera und Typhus anpasst“, sagte der technische Berater für Gesundheit und Ernährung von World Vision, Bhekimpilo Sithole.

Der Binnenstaat Malawi, nur 200 km entfernt, erlebt gerade den tödlichsten Cholera-Ausbruch in der Geschichte des Landes. Zwar treten saisonale Ausbrüche während der Regenzeit (November bis Mai) immer wieder auf, ungewöhnlich ist jedoch, dass sich der aktuelle Ausbruch mit über 36.000 Betroffenen und 1.200 Todesfällen über die Trockenzeit hinaus erstreckt. Ihren Ausgang nahm die Epidemie im März 2022, nachdem der Tropensturm Ana und der Zyklon Gombe starke Überschwemmungen verursachten und den Zugang zu sauberem Wasser und Maßnahmen zur Hygiene erschwerten. Der Ausbruch in Malawi geht einher mit einer globalen Zunahme der Cholera, obwohl die Krankheit gut behandelbar ist. Da stimmt es befremdlich, dass weltweit jedes Jahr fast 120.000 Menschen an Cholera sterben.

Cholera ist eine akute Magen-Darm-Infektion, verursacht durch Aufnahme des Bakteriums „Vibro cholerae“, das in verschmutztem Wasser oder Lebensmitteln vorhanden ist. Es handelt sich um eine hoch ansteckende Krankheit mit schwerem Durchfall, Erbrechen und Flüssigkeitsverlust, die unbehandelt innerhalb von Stunden tödlich sein kann.

Stahlwerk SteelMakers Limited investiert in Masvingo

Wird Simbabwe meist als kleinbäuerlicher Agrarstaat wahrgenommen, überrascht die Meldung, dass für November diesen Jahres ein drittes großes Stahlwerk sowie ein 300-MW-Kraftwerk in Masvingo in Betrieb genommen werden soll. Der Leiter der Finanzabteilung, Herr Lewis Karowangoma, teilte mit, dass bis Ende 2025 die Beschäftigung von derzeit 800 auf 2.000 Mitarbeiter steigen wird.

SteelMakers Limited finanziert für 160 Millionen US-Dollar den Bau und die Errichtung eines Stahlwerkes zur jährlichen Produktion von 500.000 Tonnen Walzprodukte. Im Industriegebiet von Masvingo soll Eisenschwamm produziert werden, ein wichtiger Grundstoff für die Stahlproduktion (Eisenschwamm mit einem Eisen-Gehalt von 92–95 % entsteht durch einen chemischen Prozess und nicht durch einen Schmelzprozess). Dabei werden die Rohstoffe in eigenen Bergwerken unweit von Masvingo abgebaut – Eisenerz in den Nguni Hills sowie Kohle in Chiredzi, die auch zum häuslichen Verbrauch und auf lokalen und regionalen Märkten angeboten wird. In der Wertschöpfungskette “Erz bis Ende” und effizienten Ausschöpfung der natürlichen Ressourcen im Land sieht Karowangoma einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Wettbewerbern in der Branche. Seine Vision ist es, in Afrika für Afrika zu produzieren und Marktführer in der Herstellung und Lieferung von hochwertigen Eisen-, Stahl- und verwandter Produkte im südlichen Afrika zu werden.
(Quelle: Bulawayo 24 News)

Der lange Schatten der Kolonialzeit – Was bleibt vom Aufbruch in die Freiheit in Südafrika und Simbabwe ?

Online-Veranstaltung (WebTalk) der Friedrich-Naumann-Stiftung unter:
https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/QKT72

Termin: Do., 02.02.2023, 19:00 – 20:15 Uhr
(Anmeldung erforderlich)

Das Ende des Kolonialismus bedeutete für viele Gesellschaften einen Aufbruch in eine ungewisse Zukunft: Auf die Unterdrückung und strukturelle Gewalt durch Kolonisatoren sollte eine Zeit staatlicher und individueller Selbstbestimmung folgen. Doch der Weg in die Unabhängigkeit brachte viele Ungewissheiten mit sich und war von den Kolonialmächten meist ungenügend vorbereitet worden. Südafrika und Simbabwe beschritten ihren Weg in die Unabhängigkeit trotz ähnlicher Voraussetzungen ganz unterschiedlich: Während Südafrika unter dem Schlagwort der Rainbow Nation die ökonomische Stellung vieler Weißer unangetastet ließ, setzte Simbabwe nach einem ähnlichen Beginn auf eine starke Umverteilung, insbesondere im Hinblick auf den Landbesitz.

In einem vergleichenden Blick auf beide Länder geht dieser Webtalk der Frage nach, wie sich der Aufbruch in die Freiheit in Südafrika und Simbabwe vollzogen hat und welche ökonomischen, politischen sowie sozialen Grenzen weiterhin bestehen. Trotz der wirtschaftlichen Stärke Südafrikas ist absolute Armut weiterhin ein großes Problem, in Indices zur Ungleichheit ist Südafrika auch heute noch eines der ungleichsten Länder. Simbabwe wurde wiederholt von Wirtschaftskrisen gebeutelt und zählte lange zu den ärmsten Staaten weltweit. Der heutige Webtalk findet im Rahmen der mehrteiligen Reihe „Das Ende der Kolonialzeit – der Beginn der Freiheit?“ statt.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit leistet mit dieser vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Veranstaltung einen Beitrag dazu, die Ziele der 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030, insbesondere im Bereich Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, bekannter zu machen.

aus: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (www.freiheit.org)

 

 

Schmutzige Dollars

Nach der Hyperinflation in Simbabwe steigen die Preise ständig an, gegenwärtig beträgt die Inflationsrate 243 %. Selbst Menschen aus der Mittelschicht wie Lehrer und Krankenschwestern können sich mit ihren Gehältern immer weniger leisten. Kein Wunder also, dass der US-Dollar zu einem begehrten Zahlungsmittel geworden ist. Doch sind die amerikanischen Banknoten so rar, dass sich für die Reinigung und Reparatur alter Geldscheine ein reger Schwarzmarkt entwickelt hat. Waschen, Trocknen, Kleben – im krisengeschüttelten Land reparieren Schwarzmarkthändler die zerschlissenen Dollarnoten. Beschädigte Geldscheine, von Supermärkten und Geschäften abgelehnt, werden für fast die Hälfte des Wertes aufgekauft, geflickt und anschließend mit Gewinn in Umlauf gebracht.

Eigentlich sind simbabwische Banken verpflichtet, verschmutztes Geld anzunehmen und umzutauschen. Doch führte der Verlust der Ersparnisse durch die Hyperinflation zu einem allgemeinen Misstrauen gegen das Finanzsystem, dass häufig der Schwarzmarkt den Banken vorgezogen wird. Auch möchte kaum jemand mehr die lokale Währung ZIM-Dollar, weil diese sehr rasch an Wert verliert. Mancherorts seien die Preise in lokaler Währung viel höher als in Dollar. Damit wollen die Händler erreichen, dass möglichst viele Waren in Dollar bezahlt werden, um so an die erwünschten Devisen zu kommen.

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