Simbabwe verhängt eine nächtliche Ausgangssperre

Der Anstieg an Corona-Fällen hat die Regierung dazu veranlasst, das Land für 30 Tage strikt zu sperren und eine nächtliche Ausgangssperre von 12 Stunden zu verhängen. Nachdem bisher relativ niedrige Infektionszahlen zu verzeichnen waren, gab es im Dezember doppelt so viele Covid-19-Fälle. Auch sind vier Minister aus dem Kabinett verstorben, drei davon in diesem Monat. Nur die wesentlichen Dienstleistungen in Krankenhäusern, Apotheken und Supermärkten dürfen weiter betrieben werden. Zudem bleiben die Landesgrenzen bis auf die Flughäfen geschlossen.

Straßenverkäufer und Händler warten schon seit März auf die versprochene Hilfe der Regierung

Da der größte Teil der wirtschaftlich Aktiven (ca. 2,2 Millionen Menschen oder 76 %) als Selbstständige im informellen Sektor außerhalb von formell geregelten Strukturen arbeitet, besteht die Gefahr einer Hungersnot. Auch hat die finanziell angeschlagene Regierung keine Pläne zur Unterstützung von Bürgern angekündigt, die während der Sperrung nicht arbeiten können. Viele Händler, Dienstleister und Straßenverkäufer warten seit März auf versprochene staatliche Unterstützung. Der Direktor der Simbabwe Human Rights Association, Dzikamai Bere, erklärte: „Simbabwes Sperre ist eine Sperre ohne Plan. Es wurde kein Budget zur Bekämpfung der Pandemie angekündigt. Sie schließen die Wirtschaft für die Armen, ohne ihnen eine Überlebensmöglichkeit zu geben.“

+++ Covid-19-Info Masvingo / Simbabwe (06.02.2021)
2.181 / 34.487 Infizierte
2.052 / 28.383 Genesene
64 / 1.216 Verstorbene