Prominentes Mitglied der Regierungspartei Simbabwes wegen Goldschmuggels festgenommen

Auf dem Flughafen von Harare wurde vergangene Woche Henrietta Rushwaya beim Versuch festgenommen auf einem Flug nach Dubai 6 kg Gold zu schmuggeln. Beamte fanden in ihrer Handtasche 14 Goldbarren im Wert von rund 360.000 US-Dollar. Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, dass es sich um die Leiterin der Zimbabwe Minen-Föderation (ZMF) und Verwandte des simbabwischen Präsidenten Mnangagwa handelt.

Allein durch Goldschmuggel verliert Simbabwe Millionen von US-Dollar teilte jüngst der Finanzminister mit. Das Edelmetall gelangt auf verschlungenen Wegen in den Gold-Souk nach Dubai, der weltweit zu den größten Märkten zählt. Dabei machen sich die Emirate im Goldhandel das unregulierte Umfeld in Afrika zunutze.

Unwillkürlich fragt man sich, warum eine hochrangige Beamtin ihre Position als Präsidentin der ZMF benutzt, um durch Goldschmuggel und möglicherweise Unterschlagung ihr üppiges Salär aufzubessern. Die Antwort findet man im Hirtenbrief der Katholischen Bischofskonferenz Zimbabwe vom 14. August 2020, in dem Korruption, Machtmissbrauch und materielle Gier der Eliten im Land angeprangert werden (siehe Bericht Homepage). Gleichzeitig leidet ein großer Teil der Bevölkerung unter Hunger und existentieller Not.

Man darf gespannt sein, welches Strafmaß Rushwaya erhält, zumal in den Minen bereits der Diebstahl von wenigen Gramm Gold hart geahndet wird.

Goldmine in Simbabwe